Kazimierz Dolny
      Nach Polnisch :
Zur Startseite
StadtkarteNEW !!!
Ereignisse
Kunstausstellungen
Hotels, Pensionen
Gastronomie
Wanderwege
Partnerstädte
Stadtverwaltung
Redaktion, Links

Redaktion der Seiten
und Fotos:
Stefan Kurzawiñski






ÜBERSETZUNG
INS DEUTSCHE:


Andreas Prause




© Copyright by
STUDIO Art & Design

Homepage der Stadt Kazimierz Dolny
Herzlich Willkommen ! ! !

Geschichte der KAZIMIERZ DOLNY      DEUTSCHE VERSION

Die Geschichte der Stadt Kazimierz Dolny reicht bis zu den Anfängen des polnischen Staates zurück. Jan D³ugosz erwähnt die Umgebung von Kazimierz als Eigentum des Benediktinerklosters auf dem £ysa Góra (Kahlen Berg) schon im 11. Jahrhundert. Er gibt an, daß um das Jahr 1170 der Fürst Kazimierz Sprawiedliwy (Kasimir der Gerechte) einige Dörfer einschließlich des Wietrzna Góra (Windiger Berg) den Norbertanerinnen aus dem Krakauer Vorort Zwierzyniec geschenkt habe. Als Zeichen des Dankes für dieses Geschenk haben die Nonnen den Wietrzna Góra in Kazimierz umbenannt. Eine erste Siedlung entstand an einer Furt über die Weichsel (Wis³a), an der für die Überquerung des Flusses Zölle erhoben wurden, die ein beständiges Wachstum der Ortschaft Kazimierz sicherten.
Am Anfang des 14. Jahrhundert gelangte Kazimierz zurück in die Hand des Königs Kazimierz Wielki (Kasimir der Große), der ihr das Stadtrecht verlieh. Sicherlich war auch er es, der die Pfarrkirche und die Burg errichten ließ. Der Turm entstand bereits früher. Die Stadt verzeichnete in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts eine nachhaltige Entwicklung, die mit dem rasch wachsenden Getreidehandel zusammenhing. Das Getreide wurde mit Flößen auf der Weichsel bis nach Danzig (Gdañsk) gebracht. Zu wahrer Blüte brachte es die Stadt in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurden die wichtigsten Bauwerke in Kazimierz errichtet. Nach zwei Bränden, um die Jahre 1565 bzw. 1585, gewann die Stadt ein neues architektonisches Angesicht. Die Holzbauten wurde durch gemauerte Gebäude ersetzt. Zuerst erfolgte der Wiederaufbau der Pfarrkirche, der im Jahre 1613 abgeschlossen wurde, durch den italienischen Baumeister Jakub Balin. Dieser gab der Pfarrkirche eine Gestalt, die zum Vorbild für viele weitere Kirchen, besonders in den östlichen Gebieten der polnischen Republik, wurde.
Bald darauf wurde auch das Przyby³-Haus am Marktplatz, das sich durch eine überaus reiche Fassadendekoration auszeichnet, fertiggestellt. Etwas später folgten das St. Annaspital und (1626) die Reformatenkirche. Nach 1625 entstanden das Celej-Haus und die Kapelle der Familie Górski bei der Pfarrkirche. An den Ufern der Weichsel standen einige Dutzend gemauerte Getreidespeicher. Die Stadt zählte damals etwa 5000 Einwohner (zum Vergleich: Lublin zum Beispiel hatte in dieser Zeit ungefähr 10000 Einwohner). Der Krieg mit Schweden - "Sintflut" genannt - brachte Kazimierz Brände, Plünderungen und Zerstörungen. Trotz aller Anstrengungen erreichte die Stadt später nicht mehr die einstige Bedeutung. Der Getreidehandel lag in der Hand des Adels und der Einzelhandel in der Stadt wurde von der jüdischen Bevölkerung dominiert. Fast vollständig kam die Bautätigkeit zum Erliegen, bis auf die 1671 fertiggestellte Kirche und das sog. Weiße Haus (Kamienica Bia³a).
Die Stadt Kazimierz verarmte und verfiel immer mehr, woran auch nichts die Bemühungen während der Regierungszeit Stanis³aw August Poniatowskis änderten. Durch die Polnischen Teilungen verlor die Stadt endgültig ihre Bedeutung als Handelszentrum. Auch im 19. Jahrhunderte konnte sich Kazimierz nicht erholen und erlitt weitere Schicksalsschläge. Nach dem Januaraufstand verlor Kazimierz den Status einer Kreisstadt. 1866 brannte fast die Hälfte der Stadt mit dem Marktplatz auf der Weichselseite nieder. In selben Jahr wurde auch das Stadtrecht aberkannt. Eine gewisse Belebung trat am Ende des Jahrhunderts ein, als Kazimierz als Urlaubsort entdeckt wurde. Dank der Künstler, die bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts sich in Kazimierz aufzuhalten pflegten, wurde die Stadt immer populärer und sogar zu einem Modeort. Neben Zygmunt Vogel, dem Zeichner des letzten Königs, malten hier J.F. Piwarski, Wojciech Gerson, Aleksander Gierymski, Józef Pankiewicz, Ferdynand Ruszczyc, W³adys³aw ¦lewiñski und viele andere.
Durch den Ersten Weltkrieg kam es erneut zu schweren Zerstörungen (ein Brand vernichtete die gesamte Senatorenstraße - ul. Senatorska -), aber dank der Anstrengungen der Gesellschaft zur Pflege historischer Baudenkmäler (Towarzystwo Opieki nad Zabytkami Przesz³o¶ci) wurde bald der Wiederaufbau der Stadt in Angriff genommen. Als nach dem Krieg 1923 Professor Tadeusz Pruszkowski, der an der "Schule der schönen Künste" in Warschau lehrte, seine Studenten zum Malen nach Kazimierz brachte, ergriffen die Künstler vollkommen von der Stadt Besitz. Neben den Künstlern kamen auch immer zahlreicher Touristen, woran sich bis heute nichts geändert hat. Trotz der schweren Verluste, die das Städtchen im Zweiten Weltkrieg erlitten hat, gelang, vor allem durch die Arbeit des Architekten Karol Sisiñski, der Wiederaufbau. Künstler malen weiterhin in Kazimierz und von der Kunst wird die heutige Identität der Stadt geprägt.

Waldemar Odorowski

ÜBERSETZUNG INS DEUTSCHE:
Andreas Prause

Andreas Prause
Kolonia Wilsona 39
86-200 Che³mno
Tel. (056) 686 4373
Faks (056) 686 1760




KAZIMIERZ DOLNY

Celej - Haus

Burg

Wachturm

Pfarrkirche

Speicher